D I E   G R Ü N D U N G   D E R   E I N T R A C H T

1949 wurde in Erlenbach ein zweiter Fußballverein gegründet. Diese Vereins­gründung wurde seinerzeit und auch später von vielen bedauert. Um sie verstehen zu können, muß man die damaligen Verhältnisse kennen. Das Freizeitangebot in den Nachkriegsjahren war mehr als bescheiden. Der Fußball zog die Massen in die Stadien und auf die Sportplätze vom kleinsten C-Klassen-Verein bis zu den Oberliga-Vereinen. Fußballspieler  genossen großes Ansehen, zumal durch internationale Begegnungen und Erfolge der Fußballsport gesellschaftsfähig wurde.
 Die Jugend begeisterte sich mehr als je zuvor am Fußballspiel. Das Wohngebiet der Glanz­stoffsiedlung war inzwischen zu einer beachtlichen Größe angewachsen, denn in den Jahren 1946 - 1948 hatten viele Heimatvertriebene eine neue Heimat in Erlenbach gefunden, und die Bevölkerungszahl wuchs rasch. Der Fußballverein “Viktoria“ konnte in seiner damaligen Struktur nicht allen Interessierten Sportmöglichkeit anbieten, so daß im Nachhinein die Vereinsgründung des Sportvereins “Eintracht“ nicht nur verständlich ist, sondern als absolut notwendig in der damaligen Situation bezeichnet werden kann. Die Ideale und Ziele des neuen Vereins waren die gleichen wie 30 Jahre zuvor, die Schwierigkeiten sicher nicht viel geringen. Die Vereinsgründung erfolgte im Gasthaus “Ross". 17 Gründungs­mitglieder hatten sich eingefunden und gaben dem Verein den Namen “Eintracht". Zum 1. Vorstand wählten die Anwesenden Herrn Otterstetter, zum Stellvertreter Herrn Werner Reinecke.
Die meisten Gründungsmitglieder übernahmen Funktionen, um mit dem Aufbau des neuen Vereins beginnen zu können.Den ersten Sportplatz errichteten die Spieler und Mitglieder in unmittelbarer Nähe des Dr.-Strube-Platzes. Da dieser Platz aber Baugebiet war, mußte bald eine Verlegung in westlicher Richtung zum Main erfolgen. Mit wechselnden Erfolgen spielte die erste Mannschaft zunächst in der C- und späterin der B-Klasse. Nach einem Jahr erfolgte ein Wechsel im 1. Vorsitz. Ludwig Härtl übernahm dieses Amt und führte den Verein bis 1952.Anfang der 50er Jahre begannen die Kaufverhandlungen für ein Sportplatzgelände am Wald. Von 12 Landwirten konnten schließlich ca. 13 000 qm erworben werden.
Der Sportplatz wurde in Eigeninitiative gebaut, und, mit einer Barriere umgeben, war er eine mustergültige Sportanlage. In wenigen Jahren hatten die Spieler und Mitglieder, ja alle Einwohner dieses Stadtteils, durch ihre Opferbereitschaft, ihren Gemein­schaftssinn, ihre Kameradschaft und die Liebe zu ihrer “Eintracht“ einen angesehenen Verein geschaffen. 1952 übernahm Jakob Wesner die Vereinsführung und Albert Mühlhause unterstützte ihn als Stellvertreter.
Noch fehlten am neuen Sportplatz Umkleidungsmöglichkeiten. Im Vereinslokal “Heigel“ wurden alle Sportler zwar hervorragend bewirtet, der Weg zum Sportplatz war jedoch weit und der Wunsch nach einem eigenen Heim rief zu neuen Taten. Nach dem Bau der Dr.-Vits-Schule wurde die Behelfsschule in der Glanzstoffsiedlung aufgelöst, der Verein erwarb die Holzbaracke, die Mitlgieder brachen sie ab und bauten sie am neuen Sportplatz wieder auf. Schließlich wurden nocht Licht und Wasser herangeführt, und der Verein hatte Umkleideräume, Waschräume und einen Gesellschaftsraum zur Pflege der Kameradschaft und der Geselligkeit.
Schon seit Beginn seines Bestehens leistete der Verein gute Jugendarbeit. Es ist daher gar nicht verwunderlich, daß sich die sportlichen Erfolge mehrten und 1956 die Meisterschaft in der B-Klasse erspielt wurde. Die “Eintracht“ hatte den Sprung in die A-Klasse geschafft. Es  war eine großartige Leistung. Zwar mußte nochmals ein Abstieg verkraftet werden, aber ab 1961 etablierte sich der Verein in der A-Klasse.
Im Frühjahr des gleichen Jahres trafen sich erstmals Vorstandsmitglieder der beiden Fußballvereine, um über die Zusammenführung von “Viktoria“ und “Eintracht“ zu diskutieren. Ausgegangen war der Wunsch nach einer Vereinigung vom damaligen Bürgermeister Justin Kirchgäßner, der seit eh und jeh die Aufsplitterung als einen Nachteil der Leistungsfähigkeit des Fußballsports in Erlenbach betrachtete. Nachdem von beiden Seiten die Standpunkte vorgetragen waren, wurde ein Vorschlag des Bürgermeisters angenommen, bis zum 01. Mai 1961 von je 5 Vertretern beider Vereine schriftliche Vorstellungen einer Fusion zu erarbeiten. Die Fusion kam, wie bekannt, nicht zustande. Die Funktionäre beider Vereine konnten sich bei ihren Mitgliedern nicht durchsetzen. Die Zeit war noch nicht reif.  
Eine Gemeinschaftsleistung besonderer Art war die Errichtung eines Sportheimes 1961 - 1963. Es gehörte viel Mut, Unternehmungsgeist, Opferbereitschft und Vertrauen auf diese tatkräftige Mithilfe der Mitglieder, um mit 1800,- DM Bargeld ein solches Vorhaben anzugehen. Die “Eintrachtler“ mit ihrem rührigen Vorstand Jakob Wesner hatten Mut. Das neue Sportheim wurde unter großen Schwierigkeiten und vielen Auflagen wegen der Wasserschutzzone gebaut. So mußte z. B. der Abwasserkanal bis zum Anschluß in der Fröbelstraße verlegt werden. Vom Baubeginn bis zur Fertigstellung wurden alle Bauarbeiten in Eigenleistung erstellt. Verschiedene Mitglieder leisteten (eintausenfünfhundert) Arbeitsstunden ohne jegliche Vergütung. Jakob Wesner war an manchen Tagen  Steinträger, Speismacher und Maurer.  

1949 wurde in Erlenbach ein zweiter Fußballverein gegründet. Diese Vereins­gründung wurde seinerzeit und auch später von vielen bedauert. Um sie verstehen zu können, muß man die damaligen Verhältnisse kennen. Das Freizeitangebot in den Nachkriegsjahren war mehr als bescheiden. Der Fußball zog die Massen in die Stadien und auf die Sportplätze vom kleinsten C-Klassen-Verein bis zu den Oberliga-Vereinen. Fußballspieler  genossen großes Ansehen, zumal durch internationale Begegnungen und Erfolge der Fußballsport gesellschaftsfähig wurde. Die Jugend begeisterte sich mehr als je zuvor am Fußballspiel. Das Wohngebiet der Glanz­stoffsiedlung war inzwischen zu einer beachtlichen Größe angewachsen, denn in den Jahren 1946 - 1948 hatten viele Heimatvertriebene eine neue Heimat in Erlenbach gefunden, und die Bevölkerungszahl wuchs rasch. Der Fußballverein “Viktoria“ konnte in seiner damaligen Struktur nicht allen Interessierten Sportmöglichkeit anbieten, so daß im Nachhinein die Vereinsgründung des Sportvereins “Eintracht“ nicht nur verständlich ist, sondern als absolut notwendig in der damaligen Situation bezeichnet werden kann.

Die Ideale und Ziele des neuen Vereins waren die gleichen wie 30 Jahre zuvor, die Schwierigkeiten sicher nicht viel geringen. Die Vereinsgründung erfolgte im Gasthaus “Ross". 17 Gründungs­mitglieder hatten sich eingefunden und gaben dem Verein den Namen “Eintracht". Zum 1. Vorstand wählten die Anwesenden Herrn Otterstetter, zum Stellvertreter Herrn Werner Reinecke.

Die meisten Gründungsmitglieder übernahmen Funktionen, um mit dem Aufbau des neuen Vereins beginnen zu können.Den ersten Sportplatz errichteten die Spieler und Mitglieder in unmittelbarer Nähe des Dr.-Strube-Platzes. Da dieser Platz aber Baugebiet war, mußte bald eine Verlegung in westlicher Richtung zum Main erfolgen. Mit wechselnden Erfolgen spielte die erste Mannschaft zunächst in der C- und späterin der B-Klasse. Nach einem Jahr erfolgte ein Wechsel im 1. Vorsitz. Ludwig Härtl übernahm dieses Amt und führte den Verein bis 1952.Anfang der 50er Jahre begannen die Kaufverhandlungen für ein Sportplatzgelände am Wald. Von 12 Landwirten konnten schließlich ca. 13 000 qm erworben werden.

Der Sportplatz wurde in Eigeninitiative gebaut, und, mit einer Barriere umgeben, war er eine mustergültige Sportanlage. In wenigen Jahren hatten die Spieler und Mitglieder, ja alle Einwohner dieses Stadtteils, durch ihre Opferbereitschaft, ihren Gemein­schaftssinn, ihre Kameradschaft und die Liebe zu ihrer “Eintracht“ einen angesehenen Verein geschaffen. 1952 übernahm Jakob Wesner die Vereinsführung und Albert Mühlhause unterstützte ihn als Stellvertreter.

Noch fehlten am neuen Sportplatz Umkleidungsmöglichkeiten. Im Vereinslokal “Heigel“ wurden alle Sportler zwar hervorragend bewirtet, der Weg zum Sportplatz war jedoch weit und der Wunsch nach einem eigenen Heim rief zu neuen Taten. Nach dem Bau der Dr.-Vits-Schule wurde die Behelfsschule in der Glanzstoffsiedlung aufgelöst, der Verein erwarb die Holzbaracke, die Mitlgieder brachen sie ab und bauten sie am neuen Sportplatz wieder auf. Schließlich wurden nocht Licht und Wasser herangeführt, und der Verein hatte Umkleideräume, Waschräume und einen Gesellschaftsraum zur Pflege der Kameradschaft und der Geselligkeit.

Schon seit Beginn seines Bestehens leistete der Verein gute Jugendarbeit. Es ist daher gar nicht verwunderlich, daß sich die sportlichen Erfolge mehrten und 1956 die Meisterschaft in der B-Klasse erspielt wurde. Die “Eintracht“ hatte den Sprung in die A-Klasse geschafft. Es  war eine großartige Leistung. Zwar mußte nochmals ein Abstieg verkraftet werden, aber ab 1961 etablierte sich der Verein in der A-Klasse.

Im Frühjahr des gleichen Jahres trafen sich erstmals Vorstandsmitglieder der beiden Fußballvereine, um über die Zusammenführung von “Viktoria“ und “Eintracht“ zu diskutieren. Ausgegangen war der Wunsch nach einer Vereinigung vom damaligen Bürgermeister Justin Kirchgäßner, der seit eh und jeh die Aufsplitterung als einen Nachteil der Leistungsfähigkeit des Fußballsports in Erlenbach betrachtete. Nachdem von beiden Seiten die Standpunkte vorgetragen waren, wurde ein Vorschlag des Bürgermeisters angenommen, bis zum 01. Mai 1961 von je 5 Vertretern beider Vereine schriftliche Vorstellungen einer Fusion zu erarbeiten. Die Fusion kam, wie bekannt, nicht zustande. Die Funktionäre beider Vereine konnten sich bei ihren Mitgliedern nicht durchsetzen. Die Zeit war noch nicht reif.  

Eine Gemeinschaftsleistung besonderer Art war die Errichtung eines Sportheimes 1961 - 1963. Es gehörte viel Mut, Unternehmungsgeist, Opferbereitschft und Vertrauen auf diese tatkräftige Mithilfe der Mitglieder, um mit 1800,- DM Bargeld ein solches Vorhaben anzugehen. Die “Eintrachtler“ mit ihrem rührigen Vorstand Jakob Wesner hatten Mut. Das neue Sportheim wurde unter großen Schwierigkeiten und vielen Auflagen wegen der Wasserschutzzone gebaut. So mußte z. B. der Abwasserkanal bis zum Anschluß in der Fröbelstraße verlegt werden. Vom Baubeginn bis zur Fertigstellung wurden alle Bauarbeiten in Eigenleistung erstellt. Verschiedene Mitglieder leisteten (eintausenfünfhundert) Arbeitsstunden ohne jegliche Vergütung. Jakob Wesner war an manchen Tagen Steinträger, Speismacher und Maurer.  

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